Ist Esssucht und Übergewicht eigentlich heilbar?

Es ist schon schwer genug für Menschen ohne Essverhaltensstörungen, abzunehmen. Aber wie schwer ist es erst für diejenigen, die einfach nicht mit dem Essen aufhören können? Und was ist eigentlich Esssucht?

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Montag, 20 Juni 2016 02:35

Die Kunst des Zuhörens - 10 Tips, wie du dich als Freund oder Freundin unentbehrlich machen kannst

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Wie oft ist es uns passiert, dass wir uns einfach mal nur etwas von der Seele reden wollten und am Ende eines solchen Gespräches waren wir frustrierter als davor? Manchmal enden solche Versuche sich zu erleichtern, sogar in einen Streit oder zumindest in einer gespannten Atmosphäre. Alles, was wir wollten, war das uns jemand mal zuhört. Nichts weiter. Aber nein, am Ende unterhielten wir uns über ganz andere Dinge und wir gingen frustriert wieder nach Hause.
Ein guter Zuhörer kann Enormes bewirken. Therapeuten lernen (meistens) gut zuzuhören. Sie stellen hier und da eine Frage und der Erzähler kommt alleine dadurch, dass er eine Atmosphäre der Offenheit und des Verständnisses vorfindet, zu neuen Erkenntnissen über sich selber.
Aber wir müssen nicht auf die Uni gehen, um genauso hilfreich für Freunde und Familie sein zu können. Die folgenden 10 Tipps werden jeden zu einem wirklich hilfreichen Zuhörer machen, auch wenn diese Tipps nicht perfekt befolgt werden. Denn es ist erstaunlich schwer, anderen gut zuzuhören.

Fünf Dinge, die du als Zuhörer NIEMALS machen solltest

1. Ratschläge geben
Es gibt den Spruch "Ratschläge sind auch Schläge". Wenn sich jemand dir anvertraut, dann will derjenige sich einfach nur mitteilen. Er will erzählen, was sein Problem ist und dabei am liebsten das Gefühl vermittelt bekommen, dass due als Zuhörer auf seiner Seite stehst. Aber oft neigen wir dazu, sofort eine Lösung für das Problem zu suchen, das wir gerade geschildert bekommen haben und ziehen bei der ersten Redepause einen Ratschlag aus der Tasche. Es scheint vielen Menschen schlichtweg unangenehm zu sein, wenn sie merken, dass es ihrem Gegenüber schlecht geht. Sie halten diese negativen Gefühle nicht aus und wollen das Problem darum sofort lösen.
Aber Ratschläge oder Lösungsideen von sich zu geben, ohne das der Betroffene darum gebeten hat, heißt, dass du nicht offen für die Bedürfnisse des Erzählers bist. Denn Zuhören heißt, wenigstens für eine kleine Weile, den Wunsch des anderen, sich mitzuteilen, einfach anzunehmen. Zuhören heißt, die Gefühle des anderen auszuhalten. Alleine das hilft schon ungemein.

2. Die eigenen Erfahrungen zu dem geschilderten Thema mitteilen
Viele neigen dazu, kaum dass jemand von seinem Problem angefangen hat zu erzählen, ihre eigenen Erfahrungen zu diesem Thema mitzuteilen. Obwohl das in manchen Situationen angebracht sein mag, ist das KEIN Zuhören. Statt der Person, die sich vertrauensvoll an dich gewandt hat, um sich ein wenig Erleichterung zu verschaffen, Raum für ihre Gedanken und Gefühle zu geben, würdest du das Gespräch auf dich ablenken. Vielleicht erzählst du manchmal in solchen Situationen von dir, weil du hoffst, deinem Gegenüber Ideen für eine Lösung seines Problems zu liefern. Aber in Wirklichkeit ist derjenige noch gar nicht soweit, über Lösungen nachzudenken, geschweige denn zu reden. Er ist noch in der Phase, wo er sich selber klar werden muss, was er eigentlich will und warum er eigentlich so betroffen von dem Geschehen ist. Alles, was ihm nicht dabei hilft, das herauszufinden, ist für ihn eine unangenehme und oft frustrierende Ablenkung.

3. Schweigen, aber mit den eigenen Gedanken beschäftigt sein
Zuhören heißt ja erst einmal, dass wir als Zuhörer still sein sollten. Aber wie oft passiert es, dass wir zwar still sind, während der andere von seinem Problem erzählt, aber wir in unserem Kopf einen sehr lebendigen und eigentlich auch lauten inneren Monolog führen. Wir kommentieren innerlich jede Bemerkung, denken "Na, dass hätte sie aber nicht tun sollen", "Also so etwas Dämliches", "Himmel, ist das ein Durcheinander" usw.
Es ist egal, ob du deine Bewertungen laut heraus posaunst oder nicht. Dein Gegenüber wird sie spüren. Und dein innerer Monolog lässt auch keinen Raum für die Gefühle und Gedanken des anderen. Und auch das spürt dein Gegenüber.

4. Vom Thema ablenken
Manchmal denken wir, dass es dem anderen nicht gut tut von seinem Problem zu erzählen. Darum entscheiden wir uns, ihn mit irgendetwas anderem abzulenken. Entweder erzählen wir von uns oder lenken das Thema auf etwas vollkommen anderes. Aber wir tun nie jemanden einen Gefallen, wenn wir so etwas machen. Das einzige, was wir dem anderen damit signalisieren, ist, dass er mit seinen Gefühlen und Problemen nicht erwünscht ist. Und das würde für ihn alles noch verschlimmern

5. Mitjammern oder Mitschimpfen
Es gibt Menschen, die sich in einer Jammerschleife befinden. Sie können einfach nicht aufhören, über dasselbe Problem oder denselben Menschen immer und immer wieder zu klagen. Sie wiederholen dieselbe Geschichte immer und immer wieder, nur mit unterschiedlichen Nuancen.
Zuhören heißt in diesem Fall nicht, dass man dabei mitmachen muss. Im Gegenteil. Denn wenn man hier in dasselbe Horn blasen würde, würde man dem anderen in seiner Gefühlslage nur noch bestärken. Er würde nur weiter wie eine kaputte Schallplatte seine ewig frustrierende Melodie abspielen, in der Hoffnung, irgendwann doch noch eine Erlösung zu finden.
Aber die Erlösung kann nur kommen, wenn demjenigen bewusst gemacht wird, dass er/sie die Macht und Möglichkeit haben, die Situation zu verändern. Jammernde Menschen sind nämlich davon überzeugt, dass sie absolut machtlos und den Umständen ausgeliefert sind. Wenn also ein guter Zuhörer ihnen durch z.B. gezielte Fragen bewusst machen kann, dass sie in jeder Situation eine Wahl haben, dann wird auch das Gejammere aufhören.

Fünf Dinge, die du als Zuhörer UNBEDINGT machen solltest

1. Sei still während der andere redet
Und damit meine ich nicht, dass du nichts sagen sollst. Hier und da nachzufragen, hilft dem Erzähler oft sehr, sich noch besser mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen. Mit „still sein" meine ich, dass du deine inneren Kommentare und Bewertungen soweit wie möglich zum Schweigen bringen solltest. Denn Zuhören heißt, mit allen Sinnen wahrzunehmen, wie es dem Gegenüber gerade geht. Und das kannst du nicht, wenn du innerlich andauernd damit beschäftigt bist, alles zu kommentieren, was du gerade hörst.

2. Augenkontakt herstellen und auf die Körperhaltung des anderen achten
Das scheint ein banaler Hinweis zu sein, ist aber nicht unwichtig. Stelle so oft wie möglich den Augenkontakt her und achte dabei auch auf die Körperhaltung desjenigen, der gerade erzählt. Die Körperhaltung verrät dir viel davon, was im anderen gerade vorgeht, unabhängig von seinen Worten. Dabei sollst du die Körperhaltung des anderen nicht analysieren - versuche also nicht, sie bewusst zu interpretieren. Das würde dich nur wieder von dem Geschehen ablenken.
Schau dir stattdessen einfach nur an, wie der andere sitzt und sich bewegt. Dein Unterbewusstsein versteht schon, was da vor sich geht, ohne dass du das Gesehene groß analysieren musst. Dein Gegenüber wird unterbewusst deine Aufmerksamkeit spüren und das wird ihn noch weiter entspannen und öffnen. Und genau das ist es, was sich dann wie Erleichterung anfühlen wird.

3. Nimm deine inneren Bewertungen wahr und gewinne Abstand zu ihnen
Das ist wirklich schwer. Selbst für Menschen, die darin Übung haben. Denn wir sind es gewohnt, alles um uns herum zu bewerten. Wir stecken es in Kategorien und entscheiden in Sekundenbruchteilen, ob uns das Gehörte oder Gesehene gefällt oder nicht. Das können wir nur mit großer Übung abstellen.
Alles was du machen musst, ist einfach nur wahrzunehmen, dass du konstant bewertest, während du zuhörst. Dieses Wahrnehmen alleine wird dir schon dabei helfen, einen gewissen inneren Abstand dazu zu bekommen und damit mehr Raum für das zu schaffen, was gerade im anderen vorgeht.

4. Wiederhole ab und zu mit deinen eigenen Worten, was du verstanden hast
Damit signalisierst du, dass du tatsächlich zuhörst, und dein Gegenüber bekommt ein Gefühl dafür, ob du ihn verstanden hast. Alleine das kann schon eine riesige Erleichterung für den Erzählenden sein.

5. Formuliere, wie sich der andere gerade fühlt
Was für Gefühle nimmst du bei dem anderen wahr? Traurigkeit, Stress, Wut, Angst, Hass, Druck, Minderwertigkeitsgefühle, Neid, usw.? Wenn du einen Eindruck von der Gefühlslage des anderen gewonnen hast, teile deinen Eindruck mit. Du weißt gar nicht wie erleichternd es oft ist, wenn jemand das ganze Chaos, das gerade im Kopf herumwirbelt so auf den Punkt bringen kann. Manchmal sehen nämlich die, die gerade im Stress sind, den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sie nehmen z.B. gar nicht wahr, dass sie sich überfordert fühlen, bis du es ihnen vielleicht sagst.

Fazit

Zuhören heißt eigentlich, dass du nicht viel tun musst. Du musst die Probleme des anderen nicht lösen (das kannst du sowieso nicht – jeder muss seine eigenen Probleme selber lösen), du musst noch nicht einmal dafür sorgen, dass es dem anderen besser geht. Alles was du tun musst, ist dich faul zurücklehnen und dem anderen Raum und Offenheit zu schenken.
Aber genau das scheint uns allen sehr schwer zu fallen, denn wir sind so dermaßen handlungs- und ergebnisorientiert.

Setze dich nicht unter Stress, wenn du versuchst ein guter Zuhörer/eine gute Zuhörerin zu sein. Meine Liste mit Tipps soll nur als Anregung und Erinnerung dazu dienen, wie wir unseren Freunden am besten helfen können. Aber wenn du die oben genannten Punkte auch nur annähernd anwenden kannst, wirst du bemerken, wie bereichernd oft unangenehme Gespräche werden können – bereichernd für dich und deine Freunde.

Letzte Änderung am Montag, 20 Juni 2016 02:41

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